Brauprozess

Das feine Müller Bräu wird nach wie vor traditionell gebraut, nach althergebrachten Rezepturen und mit erlesenen Zutaten.

Ein gutes Bier braucht nicht viel

Wasser

Wasser bildet mit einem Anteil von über 90 Prozent den Hauptbestandteil von Bier. Zum Brauen wird ausschliesslich hochwertiges Quell- und Grundwasser verwendet. Während des Brauens wird die Wasserqualität regelmässig kontrolliert.

Gestenmalz

In der Mälzerei wird Getreide mit Wasser zum Keimen gebracht, um Enzyme zum Abbau der Inhaltsstoffe der Körner zu bilden. Sobald dieser Prozess weit genug fortgeschritten ist, wird das keimende Getreide gedarrt und damit lagerfähig gemacht. 

Hopfen

Hopfen rankt sich an Drähten bis zu 8 Metern empor und wird im August geerntet. Zum Brauen werden die Fruchtzapfen (Dolden) der weiblichen Pflanze verwendet, welche edle Aroma-, Bitter- und Gerbstoffe enthalten. Hopfen verleiht dem Bier den angenehm bitteren Geschmack und fördert Haltbarkeit sowie Schaumbildung.

Hefe

Damit die Bierwürze zum Gären kommt, wird spezielle Bierhefe zugesetzt. Sie hat wesentlichen Anteil am Charakter und Geschmack des Bieres. Die Hefekultur wird in der Brauerei in eigens dafür vorgesehenen Gefässen herangezogen. 

Sorgfalt bei jedem Schritt

Brauen

Die sogenannte Maische wird nun langsam erhitzt. Die Stärke wird weitgehend zu Malzzucker abgebaut. Mineralstoffe, Vitamine und Teile des Eiweisses werden gelöst. 
Die am Ende 76 °C warme Maische wird danach im Läuterbottich von unlöslichen Bestandteilen getrennt. Der Rückstand (Treber) wird als Tierfutter weiterverwertet. Die gewonnene Flüssigkeit, die Bierwürze, wird in der Würzepfanne mit Hopfen (auch Hopfenpellets oder -extrakt) versetzt und gekocht. Nach dem Kochen wird die Konzentration des gelösten Extraktes (Stammwürze) bestimmt.
Die noch heisse Bierwürze fliesst anschliessend zur Klärung durch den Whirlpool und wird abgekühlt.

Gären

Nun wird der Würze die Hefe beigegeben. Im Verlauf der Gärung wandelt sie den Malzzucker in Alkohol und Kohlensäure um. Im Gärtank formen sich auf der Oberfläche nach einigen Stunden prächtige Schaumgebilde, Kräusen genannt. Nach etwa einer Woche ist die Hauptgärung beendet, aus der Würze ist Jungbier entstanden.
Man unterscheidet zwei Arten von Bierhefen. Untergärige Bierhefen setzen sich am Ende der Gärung am Boden vom Gärgefäss ab (Gärtemperatur: unter 10 °C). Obergärige Bierhefen werden durch die bei der Gärung entstehenden Kohlensäurebläschen an die Oberfläche des Jungbiers getragen (Gärtemperatur: 15 bis 25 °C). Hierdurch entstehen Biere mit fruchtigerem Geschmack.

Lagern

Im Lagertank folgt die Nachgärung, Reifung und Klärung des Bieres. Durch den Druck im Tank sättigt sich das Bier mit eigener Kohlensäure, was wichtig ist für Schaumbildung, Geschmack und Bekömmlichkeit. Das Bier wird auf Temperaturen um den Gefrierpunkt abgekühlt. Nach einigen Wochen hat es seine Konsumreife erreicht. Das Bier wird nun glanzfein filtriert oder naturbelassen unfiltriert in Fässer, Flaschen oder Dosen abgefüllt.